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E-Commerce: Wie verbessern Sie Ihre Produktseite

e-commerceBei der Seite mit der Produktbeschreibung geht es um eine Konversionsseite des Online-Shops, welche mehrere strategische Aufgaben zugleich lösen muss:

  • gezielten Suchverkehr bringen
  • Sofort-Verkäufe generieren
  • Nachholbedarf befriedigen
  • Erhöhung des durchschnittlichen Bon-Betrags fördern

Sehen Sie bei der Konversionsanalyse, dass der Kennwert der erreichten Ziele niedrig ist, achten Sie auf die Umsetzung der Produktseite: Oft kann man gerade hier die Ursachen finden, warum der geschäftliche Nutzeffekt verringert wird.

Aufbau der Seite

Es wird empfohlen, die Seite in die einzelnen Bereiche zu gliedern und dabei immer die gleiche und ganz bestimmte Logik einzuhalten. Platzieren Sie z.B. links den Bereich mit den Bildern und rechts den Preis und den Bestellbutton, unten die textliche Beschreibung und darunter die Referenzen. So kann der Besucher die Inhalte wesentlich leichter wahrnehmen. Dabei wäre es wünschenswert, dass Sie die wichtigsten Elemente innerhalb des ersten Bildschirms unterbringen.

Titel

Der Titel sollte aussagekräftig sein.

Es kommt öfters vor, dass die Produktbezeichnung nur einen Bestimmungsbegriff wie „Damenshirt“ oder „Lederportemonnaie“ enthält, wodurch auf der Website zahlreiche nicht eindeutige Titel und Links erscheinen. Wenn die Identifikationselemente (Marke, Modell, Artikel, Farbe, Grösse etc.) in der Warenbezeichnung fehlen, fällt es dem User schwieriger, eine konkrete Position aus der Katalogliste auszuwählen. Es spricht auch dafür, dass die Qualität der Produktseitenoptimierung niedrig ist – wir werben ja für die Seite mit einem bestimmten Suchbegriff und der H1-Titel soll diesem Suchbegriff entsprechen. Die richtige Bezeichnung muss mit dem <Title>-Tag der Seite korrelieren und die Form wie folgt haben: „Kreola Doppelbett mit Schubladen für Bettwäsche, 160х200 cm“. Verzichten Sie auch lieber darauf, Abkürzungen in der Produktbezeichnung zu verwenden.

Beschreibung

Die Beschreibung muss nützliche und ausführliche Informationen enthalten.

In einigen Fällen kann man auf Produktseiten nur Bilder ohne begleitenden Text sehen. Dies wäre ein grober Fehler, welcher sowohl die Konversion als auch die Ergebnisse der Suchmaschinenförderung für die Seite beeinträchtigt. Gebrauchen Sie im Text auch nicht zu viele Keywords und attributive Adjektive wie einzigartig, großartig, innovativ u.ä.

Die Beschreibung muss möglichst kurz und hilfreich sein, eventuelle Fragen des Käufers beantworten (bei technisch komplexen Produkten ist es angebracht, die jeweilige Herstellerbeschreibung zu nutzen). Geben Sie unbedingt die folgenden Produktparameter wie Bestandteile, Lieferumfang, Arten und Größen der Verpackungen, Altersempfehlung bei Kinderwaren, Haltbarkeitsdauer etc. – je nach Produkttyp – an. Zusätzlich zur textlichen Beschreibung können Sie auf der Seite eine Datei mit der Bedienungsanleitung oder Größentabelle anhängen bzw.  ein Video oder 3d-Demo anbieten.

Preis

Häufige Fehler: Preis auf Anfrage, Rabatt nicht hervorgehoben.

Mit fehlender Preisangabe auf der Produktseite oder beim Einsatz von Formulierungen wie „ab 100 Euro“ kommen Sie bestimmt zu einer niedrigen Konversion oder sogar einer Null-Konversion. Bei hohem Wettbewerb darf man nicht Käufer auffordern, dass sie Preise auf Anfrage erfahren: Sie werden sofort zu anderen Online-Shops wechseln, es sei denn, dass es sich um ganz spezifische Waren bzw. Dienstleistungen handelt, der Preis für welche immer anhand von gewissen Ausgangsdaten berechnet werden muss.

Geht der Preis innerhalb der Inhalte  „verloren“, kann es auch dazu führen, dass man die Seite verlässt. Der Preis muss direkt ersichtlich sein: Heben Sie ihn mittels Farben, Layout-Elemente bzw. einer größeren Schrift hervor.

Ein weiterer Fehler, der auch häufig vorkommt: Man beschreibt nicht den Vorteil für den Käufer, wenn ihm ein Rabatt gewährt wird. Es ist hier sinnvoll, einen einfachen Trick zu nutzen – den alten Preis durchzustreichen, den neuen Preis optisch hervorzuheben und dabei den Betrag angeben, wieviel Ihr Käufer somit sparen kann.

Bilder

Mögliche Fehler: Produkt nur aus einem Blickwinkel gezeigt, schlechte Bildqualität oder sehr kleines Bild.

Bilder von schlechter Qualität können nicht die Steigerung von Verkäufen fördern. Der Käufer will sich das Produkt detailliert ansehen, daher würde er es kaum gut finden, wenn Sie ihm nur ein aus einem einzigen Blickwinkel aufgenommenes Bild bzw. eine Reihe von Bildern mit niedrigerer Auflösung zeigen würden.

Funktionselemente

Mögliche Fehler: Unauffälliger Bestellbutton, keine zusätzlichen nützlichen Services, welche die Konversion erhöhen können.

Manchmal tätigt man keinen Kauf nur aus dem Grund, dass der Bestellbutton nicht ganz gut ersichtlich ist ist. Bsp.: Er befindet sich im unteren Inhaltsbereich oder ist als ein üblicher Hyperlink umgesetzt.

Einige Online-Shops verwenden keine nützlichen Funktionen und Services, die den Käufer auf der Website länger bleiben lassen oder zur späteren Rückkehr auffordern, wenn er auch den Shop ohne Kauf verlassen hat. Damit werden die Services wie „Waren vergleichen“, „Zu Favoriten hinzufügen“, „Preis folgen“ (für den Fall von Sonderaktionen) und „Über Wareneingang informieren“ gemeint. Durch deren Integration können Sie die Konversion positiv beeinflussen.

Weitere Informationen

Mögliche Fehler: Fehlende Angaben zu Warenverfügbarkeit, Versand, Zahlung und Gewährleistung.

Eine gute Beschreibung des Produktes reicht für erfolgreiche Verkäufe alleine noch nicht aus. Beim Auswählen bewertet der Benutzer auch, wie zuverlässig und sorgfältig der Verkäufer ist. Einige Online-Shops machen einen Fehler, wenn sie auf der Produktseite keine Informationen über die lagermäßige Verfügbarkeit der jeweiligen Position, die Kosten und die Frist von deren Versand (oder dass man es selbst abholen kann mit Angabe von entsprechenden Orten) zeigen. Diese Angaben würden nur ein paar Zeilen belegen, aber bestimmt zum Kauf auffordern. Es wäre auch hilfreich, wenn Sie alle möglichen Zahlungsmethoden angeben würden. Die Icons von Payment-Anbietern, welche neben dem Preis und dem Bestellbutton stehen, würden die Konversion positiv beeinflussen und die Kundenloyalität erhöhen. Vergessen Sie auch Ihre Garantien nicht: Die Information über Rücksendung soll unbedingt als Text oder Bild in der Beschreibung beinhaltet sein.

Empfehlungen

Mögliche Fehler: Keine Verwendung von Up-Selling und Cross-Selling.

Viele Shops können ihre Potentiale nicht komplett erschließen, da sie Quer- und/oder Zusatzverkäufe außer Acht lassen (die Produktseite zeigt keine Warengruppe an, die den Käufer wahrscheinlich interessieren könnte). Mit einem Empfehlungsservice können Sie den durchschnittlichen Bon-Betrag erhöhen, indem Sie dem Besucher Ergänzungswaren, ähnliche Produkte bzw. teurere Analoga vorschlagen, oder auch die Kaufwahrscheinlichkeit steigern, indem Sie ihm ähnliche Waren anzeigen. Es kommt auch vor, dass man zwar einen solchen Empfehlungsservice zwar nutzt, aber die Waren werden dabei ohne irgendwelche Logik angezeigt. In diesem Fall kann es sein, dass dieses Verfahren nicht funktioniert.

Referenzen

Mögliche Fehler: Keine Möglichkeit vorgesehen, eine Referenz bzw. einen Kommentar zum Produkt zu schreiben.

Oft sieht es so aus, dass die Referenzen den einzigen Weg darstellen, die Inhalte auf der Produktseite eindeutig zu machen. Die Erfahrungen und  Feedbacks von Käufern tragen auch dazu bei, die Vorteile und Nachteile eines Produktes festzustellen, was sowohl für den Shop-Betreiber auch für die Interessenten auf der Website wichtig ist. Der Bereich mit den Referenzen muss in Anspruch genommen werden, es bestehen ja aktuell zahlreiche Optionen wie Social Media Widgets etc. zur Umsetzung von diesen Funktionalitäten.

Suchoptimierung

Mögliche Fehler: Es werden keine für den Menschen verständliche URLs verwendet; Title und Description sind nicht optimiert; es fehlen Social Media Buttons; es ist keine Mikroauszeichnung vorhanden.

Diese Mängel beeinträchtigen die Fähigkeit der Seite, Suchverkehr zu generieren. Weist die interne Seitenoptimierung eine schlechte Qualität auf, ist es schwieriger, die Seite auf erste Positionen für die wichtigsten Suchbegriffe in Google zu bringen. Darüber hinaus hat der Online-Shop keine Wettbewerbsvorteile im Suchergebnis und zeichnet sich nicht zwischen Wettbewerbern aus, da wichtige Informationen in der Kurzbeschreibung im Suchergebnis fehlen.

Fazit

Es wäre ziemlich schwierig, eine „Musterproduktseite“ zu erstellen – es gibt ja keine allgemeingültige Lösung für alle, in jedem konkreten Fall muss man die individuellen Besonderheiten des jeweiligen Online-Shops berücksichtigen. Wir würden Ihnen empfehlen,  Ihre Produktseiten zu prüfen und sich die Produktseiten von Ihren erfolgreichen Wettbewerbern anzusehen, damit Sie bestimmen können, ob die oder jene Produktseiten zwecks Gewährleistung der Umsatzsteigerung  optimiert werden sollen oder nicht.

Bei Fragen steht die Internetagentur IT Caps Ihnen immer gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns.

1 Kommentare

Simon
10 Januar 2017 15:37

Hallo,

toller Beitrag! Ein super Einblick zur Verbesserung der eigenen Produktseite wird hier gewährt. Ich hoffe euer SEO-Hunger ist noch nicht gestillt, denn auf unserer Seite https://onma.de/seo-tipps/ findet ihr 128 nützliche Tipps. Schaut doch mal vorbei und wenn ihr schon dabei seid, dann lasst doch gleich ein Feedback da!

Liebe Grüße!

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